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Zuverlässige Kabel für stabile Datenübertragungen - vom Patchkabel bis zum Outdoor Verlegekabel

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LWL Simplex Patchkabel LC/APC-SC/APC E9/125µm OS2 G657A2 in weiß
13 Varianten zur Auswahl
BT-S8-92-96-20-X-2.0
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LWL Duplex Patchkabel LC/APC-LC/APC, E9/125µm OS2 in gelb
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LWL Duplex Patchkabel LC/APC-SC/APC E9/125µm OS2 in gelb
8 Varianten zur Auswahl
2,0mm LWL Duplex Patchkabel LC-LC, G50/125µm OM4 in erika-violett
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2,0mm LWL Duplex Patchkabel LC-SC, G50/125µm OM4 in erika-violett
18 Varianten zur Auswahl
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ab 4,50 €

2,0mm LWL Duplex Patchkabel LC-LC, E9/125µm OS2 G657A2 in gelb
18 Varianten zur Auswahl
BT-D4-92-90-90-X-2.0
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2,0mm LWL Duplex Patchkabel LC-SC, E9/125µm OS2 G657A2 in gelb
20 Varianten zur Auswahl
BT-D4-92-90-15-X-2.0
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Dropcable 1xLC/APC-SX G657.A2
12 Varianten zur Auswahl
BT-CPE-92-96-00-X-1-B2CA
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LWL FTTH Dropkabel 1x4 E9/125µm G657A2 OS2, 2,2mm, einseitig besteckert mit 4x LC/APC
15 Varianten zur Auswahl
FTTX-DC04-A2-B2CA-X
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ab 16,30 €

LWL FTTH Dropkabel 02x1 E9/125µm 2,2mm, B2ca, OS2, 200N, gelfrei, einseitig besteckert mit 2xLC/APC
6 Varianten zur Auswahl
LWL FTTH Dropkabel 1x4 E9/125µm OS2, 2,2mm, B2ca, einseitig besteckert mit 4x LC/APC
4 Varianten zur Auswahl
LWL FTTH Anschlussdose mit Dropkabel 1x4 LC/APC E9/125µm 2,2mm, B2ca, OS2, 200N, gelfrei
11 Varianten zur Auswahl
FTTX-DC04-A2-B2CA-X-MS16
Lagerbestand: 513 Stück

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LWL Universalkabel vorkonfektioniert LC-LC 1x4 OM4 Multimode G50/125µm
11 Varianten zur Auswahl
KUC-042-4-92-92-X
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LWL Universalkabel vorkonfektioniert LC-LC 1x4 OS2 G657A1 Singlemode E9/125µm
16 Varianten zur Auswahl
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Lagerbestand: 267 Stück

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LWL Universalkabel vorkonfektioniert LC-LC 1x12 OM4 Multimode G50/125µm
11 Varianten zur Auswahl
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LWL Universalkabel vorkonfektioniert LC-LC 1x12 OS2 G657A1 Singlemode E9/125µm
17 Varianten zur Auswahl
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LWL Universalkabel vorkonfektioniert LC-LC 1x24 OM4 Multimode G50/125µm
11 Varianten zur Auswahl
KUC-242-4-92-92-X
Lagerbestand: 72 Stück

ab 325,30 €

BT-FLR-MKA092-112-S-A1-2.5
Lagerbestand: 16.300 km

341,30 €

BT-FLR-U092-412-G-30
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1.379,20 €

BT-FLR-U504-112-E-15
Lagerbestand: 7.409 km

1.904,00 €

Glasfaserkabel kaufen – zuverlässige LWL-Kabel für jedes Projekt

Glasfasern kommen zum Einsatz, wenn es um stabile, schnelle und zukunftssichere Datenübertragung geht – im Rechenzentrum, im Unternehmen, in industriellen Umgebungen bis hin zu Privathaushalten.
In dieser Kategorie findest du Glasfaserkabel für nahezu jeden Anwendungsfall: vom robusten Verlegekabel über flexible Patchkabel bis hin zu FTTx-/Drop-Kabeln und Pigtails für saubere Installations- und Spleißarbeiten.
Wir unterstützen dich nicht nur beim Glasfaserkabel kaufen, sondern auch mit Beratung, Schulungen, Mietgeräten und einer eigenen Fertigung, die dir kurze Lieferzeiten und maßgeschneiderte Konfigurationen ermöglicht.

Unser Anspruch: Du bekommst nicht irgendein Glasfaserkabel, sondern genau das Glasfaserkabel für Internet, Campus, Rechenzentren oder Produktion, das zu deiner Infrastruktur, deinen Leistungszielen und dem Projektbudget passt – inklusive passendem Zubehör und klarer Auswahlhilfe.



Was sind Glasfaserkabel?

Glasfaserkabel, auch Lichtwellenleiter (LWL) genannt, bestehen aus sehr dünnen optischen Fasern aus Glas, manchmal auch aus Kunststoff (POF-Kabel).
Diese Fasern sind das Medium, durch das Daten in Form von Lichtwellen übertragen werden – die Basis moderner Kommunikationsnetze in der heutigen Telekommunikation.

Ein Glasfaserkabel hat einen mehrschichtigen Aufbau:

Es besteht aus einem lichtführenden Glasfaserkern aus Quarzglas.
Der Durchmesser liegt bei 9/125 µm (Fasertyp Singlemode) oder 50/125 µm bzw. 62,5 µm (Fasertyp Multimode). Damit ist die Glasfaser so fein wie ein menschliches Haar – ein typischer Wert im Mikrometer-Bereich.

Der Faserkern ist von einem Mantel (Cladding) umgeben. Dieses Verhältnis aus Kern und Mantel bestimmt den Brechungsindex, der entscheidend ist, damit das Licht im Kern der Faser reflektiert wird und nicht austritt.

Um die empfindliche Glasfaser vor mechanischen Beschädigungen und Feuchtigkeit zu schützen, folgen weitere Schichten aus Kunststoffen (Acryl, Silikon), die als Coating bezeichnet werden.
Zur Erhöhung der Zugfestigkeit wird eine Zugentlastung aus Aramidgarnen (Kevlar) integriert.
Der Außenmantel besteht aus flammhemmendem, halogenfreiem Kunststoff (LSZH/FRNC) und kann zusätzlich armiert sein, um Schutz gegen Nagetiere zu bieten.

Die Grafik zeigt einen stark vergrößerten Querschnitt eines Glasfaserkabels. Von innen nach außen werden alle relevanten Schichten farblich dargestellt: der weiße Faserkern, das dunkelblaue Cladding, das gelbe Primärcoating, das orangefarbene Sekundärcoating, die als grauer Ring markierte Zugentlastung sowie der äußere hellgraue Kabelmantel. Rechts neben der Darstellung sind die einzelnen Bestandteile klar beschriftet. Die Grafik dient zur Veranschaulichung des technischen Aufbaus eines modernen LWL-Glasfaserkabels.

Faserkern: führt das Licht und ermöglicht die Signalübertragung
Cladding:
sorgt dafür, dass das Licht nicht austritt
Primärcoating: schützt die Glasfaser vor Mikrorissen und sorgt für Biegeflexibilität
Sekundärcoating: Stabilität + Farbkennzeichnung
Zugentlastung: nimmt mechanische Zugkräfte beim Verlegen auf
Außenmantel: bewahrt das Kabel vor Umwelteinflüssen

Ein Glasfaserkabel bündelt meist mehrere dieser Lichtwellenleiter, um hohe Übertragungskapazität zu erzielen – in der Praxis also viele Lichtwellenleiter gebündelt.

Schematische Darstellung einer Bündelader mit mehreren Glasfasern, Gel-Füllung und gelbem Bündelader-Mantel.

Dank dieser Struktur können Glasfaserkabel riesige Datenmengen mit Lichtimpulsen transportieren: zuverlässig, schnell und störungsarm, selbst über viele Kilometer hinweg.


Wie funktioniert Glasfasertechnik?

Die Funktionsweise ist ebenso simpel, wie genial.

Umwandlung von Daten in Licht:

Digitale Daten werden über Lichtsignale übertragen.
Dazu werden sie von einem Laser oder LED in Licht umgewandelt – das Prinzip ähnelt einem Schalter: „Licht an“ (1 = Daten) / „Licht aus“ (0 = keine Daten).
In bestimmter Reihenfolge entsteht ein Code, der die Information abbildet.
Zum Einsatz kommen präzise Laserdioden, die das Laserlicht in definierter Wellenlänge erzeugen.

Transport von Licht:

Das Licht wird am Anfang des Glasfaserkabels eingespeist.
Da das Cladding wie ein Spiegel wirkt, wird das Licht bei jedem Auftreffen auf die Grenzfläche zwischen Kern und Mantel komplett reflektiert – ein Effekt der Totalreflexion.
So bewegt sich das Licht zickzackförmig durch die Faser und kann immer längere Strecken ohne nennenswerten Energieverlust zurücklegen.
Für große Distanzen werden ggf. Zwischenverstärker eingesetzt, die die optischen Signale nachregenerieren.

Schematischer Vergleich von Multimode- und Singlemode-Glasfaser: Step-Index, Graded-Index und unterschiedliche Lichtausbreitung.

Rückwandlung in Daten:

Am anderen Ende nimmt ein Empfänger die Lichtsignale auf und wandelt sie wieder in elektrische Daten um.
Damit ist die Übertragung von Licht abgeschlossen – das Prinzip moderner Nachrichtentechnik.



Glasfaserkabel vs. Kupferkabel – der entscheidende Unterschied

Während Kupferkabel elektrische Impulse nutzen, übertragen Glasfaserkabel optische Impulse.
Das bedeutet: Strom vs. Licht.
Der Vorteil liegt in höherer Geschwindigkeit, größerer Bandbreite, geringerer Störanfälligkeit und höherer Sicherheit.

Kupferkabel Glasfaserkabel
Übertragungsmedium Elektrische Leiter (meist Kupfer) Lichtwellenleiter (Glas oder Kunststoff)
Signal Elektrische Impulse (Strom) Optische Impulse (Licht)
Geschwindigkeit Begrenzt – nimmt mit Distanz ab Extrem hoch – nahezu Lichtgeschwindigkeit
Bandbreite Begrenzt Sehr hoch (bis zu 1000× mehr Kapazität)
Störanfälligkeit Hoch, empfindlich gegen EM-Störungen Sehr gering – immun gegen elektrische Einflüsse
Sicherheit Anfällig für Abhören Sehr abhörsicher
Zukunftssicherheit Niedrig – Grenze erreicht Sehr hoch – skalierbar durch Endgeräte

Damit ist klar: Wo Kupfertechnik an ihre Grenzen stößt, eröffnet Glasfaser völlig neue Dimensionen der Datenübertragung in modernen Netzwerken und Kommunikationsnetzen.



Auswahlhilfe für den Kauf von Glasfaserkabeln – so triffst du die richtige Entscheidung

Bevor du ein Glasfaserkabel kaufst, lohnt ein Blick auf die Grundlagen.
Glasfaserkabel unterscheiden sich in Faserklasse, Fasertyp, Steckertyp, Ferrulenschliff, Anwendungsform und Umgebungsanforderungen.

Einsatzort → Kabeltyp, Reichweite → Faserklasse, Anschlussseite → Steckertyp.

Auch die Art der Verbindung spielt eine Rolle.
Viele Projekte setzen heute auf Verbindungskabel, die in Leerrohre eingeblasen werden – eine bewährte Methode für langlebige und sichere Installationen.
Der präzise Aufbau eines Glasfaserkabels ermöglicht dabei eine flexible Verlegung auch auf große Entfernungen.


Singlemode (OS1/OS2) oder Multimode (OM1–OM5)

Zwei Faktoren sind entscheidend: Reichweite und Bandbreite.

Für lange Strecken und höchste Datenraten → Singlemode (9/125 µm).
Für kürzere bis mittlere Distanzen → Multimode (50/125 µm oder 62,5/125 µm).

In Rechenzentrums-Netzen (Backbone) nutzt man Singlemode für Gebäude- oder Campus-Trassen.
In Rack- und Etagenverkabelung ist Multimode (OM3/OM4) wirtschaftlich und leistungsstark.
OM5 etabliert sich als Standard für 10/25/40 G mit erweiterter Wellenlängenmultiplex-Unterstützung.

Bei Multimode-Glasfasern werden mehrere Lichtwellen gleichzeitig übertragen.
Durch gezielte Dotierung des Glaskerns (z. B. mit Germanium oder Phosphor) wird der Brechungsindex angepasst, sodass das Laserlicht optimal geführt und die Signalübertragung stabil bleibt – selbst über mittlere Entfernungen.

Kurzformel:
Singlemode
weit, schnell, zukunftssicher (Backbones, Campus, FTTx).
Multimodekurz bis mittel, hochperformant, wirtschaftlich (Racks, RZ-Patching).


Tabelle zu Übertragungsdistanzen von Glasfaserkabeln - Multimode & Singlemode

Schematischer Vergleich von Multimode- und Singlemode-Glasfaser: Step-Index, Graded-Index und unterschiedliche Lichtausbreitung.


Steckertypen und Schliffe bei Glasfaserkabeln

Es gibt eine Vielzahl von Steckertypen, die sich in Größe, Verriegelungsmechanismus und Einsatzgebiet unterscheiden.

Der LC Stecker (Lucent Connector / Little Connector) ist aktuell am weitesten verbreitet. Er punktet durch eine kompakte Bauform, eine 1,25 mm Ferrule, eine Latch-Verriegelung und wird für hochdichte Verkabelungen eingesetzt.

Der SC Stecker (Subscriber Connector / Square Connector) weist eine größere, rechteckige Bauform auf, eine 2,5 mm Ferrule, eine Push-Pull-Verriegelung und wird meist in bestehenden älteren Installationen eingesetzt.

Der ST Stecker (Straight Tip) hat eine runde Bauform, eine 2,5 mm Ferrule, einen Bajonettverschluss (Drehverschluss) und kommt ebenfalls in älteren lokalen Netzwerken zum Einsatz.

Der E2000® Stecker weist eine 2,5 mm Ferrule auf. Er verfügt über eine Verriegelung mit Rastmechanismus und integrierter Schutzklappe (Shutter). Diese blendet Laser ab und schützt vor Staub und Verschmutzung).

Darüber hinaus existieren noch FC, DIN, MPO/MTP®. Letzterer ist ein Mehrfaserstecker für 12, 24 oder sogar bis zu 48 Fasern und wurde für hohe Packdichten in Rechenzentren konzipiert.

Weiterhin unterscheidet man zwischen Simplex und Duplex Steckern:

  • Simplex: Stecker für die Übertragung in eine Richtung (eine Faser).
  • Duplex: Zwei Stecker (typ. LC oder SC), die oft über eine Klammer oder einen Doppelstecker miteinander verbunden sind (zwei Fasern)
Schematische Übersicht wichtiger LWL-Steckertypen: LC-Stecker, SC-Stecker, E2000-Stecker, ST-Stecker, FC-Stecker und DIN-Stecker.

Schliffarten von Glasfaserkabeln

Der Ferrulenschliff (oder die Endflächen-Geometrie) ist ein extrem wichtiges Detail bei Glasfasersteckern. Eine Ferrule ist ein kleiner, zylindrischer Präzisionsstift, der typischerweise aus Keramik gefertigt ist, in dem die Glasfaser eingebettet ist.

Der Schliff ist dabei entscheidend für die optische Leistung der Verbindung, insbesondere für die Rückflussdämpfung (Return Loss), also die Menge an Licht, die an der Verbindungsstelle zur Quelle zurückreflektiert wird. Eine hohe Rückflussdämpfung (d. h. wenig reflektiertes Licht) ist erstrebenswert.

Die drei gängigsten Schliffarten sind:

  • PC (Physical Contact) steht für einen leicht gewölbten Schliff der Endfläche. Er ist in Multimode-Umgebungen weit verbreitet.
    Wenn zwei Stecker miteinander verbunden werden, berühren sich die Fasern direkt. Dies reduziert die Signalreflexion. In der Regel sind die Stecker bei Multimode in Anlehnung an den Fasertypen eingefärbt oder bei Singlemode häufig blau und eignen sich gut für weniger kritische Verbindungen wie in lokalen Netzwerken.
  • UPC (Ultra Physical Contact) steht für einen verbesserten PC Schliff der Endflähe. Durch die besonders feine und präzise Politur wird der direkte Kontakt zwischen den Fasern weiter optimiert, was die Signalreflexion nochmals deutlich reduziert. UPC-Stecker sind daher besonders für Messkabel geeignet. Aus diesem Grund haben unsere Vorlauffasern standardmäßig den UPC-Schliff. Singlemode-Stecker sind an ihrer blauen Farbe, Multimode-Stecker dagegen in der Regel an der Farbe des Fasertyps zu erkennen.
  • APC (Angled Physical Contact) steht für einen schrägen Schliff der Endfläche. Der standardisierte Winkel beträgt 8°. Dieser Schrägschliff verhindert, dass reflektiertes Licht in den Faserkern zurück gelangt, indem es in den Fasermantel abgelenkt wird (Cladding). Daraus resultiert eine extrem geringe Rückflussdämpfung.

APC-Stecker mit einem 9°-Winkel sind kein globaler Standard. Jedoch findet der Steckertyp SC/APC 9° im Netz der Deutschen Telekom Anwendung. Andere Steckertypen mit diesem spezifischen Winkel werden ansonsten nur in sehr speziellen Umgebungen wie der Lasertechnik verwendet.
Die Stecker sind an ihrer grünen Farbe zu erkennen.

Ferrulenschliffe von Glasfasersteckern im Vergleich: PC, UPC und APC mit unterschiedlichen Stirnflächen und Rückreflexionswerten.

Unser Tipp: Prüfe zuerst die Spezifikationen der aktiven Komponenten (z.B. Router oder Switch). Der dort verbaute Transceiver (z. B. SFP-Modul) bestimmt, welcher Steckertyp und welcher Schliff verwendet werden muss.
Bei neuen Singlemode-Projekten ist LC/APC oft die zukunftssicherste Wahl.

Achtung: Wenn ein APC-Stecker mit einem PC-Stecker verbunden wird (schräger Schliff mit geradem Schliff), führt das zu Signalverlusten, hohen Reflektionen und physischer Beschädigung des Steckers.



Glasfaserkabeltypen im Überblick: Verlegekabel, Patchkabel, Dropkabel und Pigtails

  • Verlegekabel sind für die dauerhafte Installation (Innen/Außen) ausgelegt: robust, zugfest, oft mit definiertem Biegeradius und je nach Bauart halogenfrei sowie flammenhemmend (z. B. B2ca/Cca).
  • Patchkabel (Simplex/Duplex) verbinden aktive Komponenten, Verteiler und Module. Sie sind flexibel und sofort einsatzbereit. In Gebäuden mit mehreren Netzwerken, wie z.B. im Büro, sind Duplex-Varianten (LC-LC, LC-SC etc.) und in Privathaushalten die Simplex-Varianten der Standard.
  • FTTx-/Drop-Kabel sind spezielle Glasfaserkabel, die die letzte Meile der optischen Datenübertragung abdecken. Sie verbinden das externe Glasfasernetz (z. B. den Verteilerkasten an der Straße oder der Gebäudeeinführung) und dem Netzabschlussgerät (ONT) im Haus oder in der Wohnung des Endkunden. Sie sind dünn und biegeunempfindlich (z. B. Fasertyp G.657.A2), da sie in engen Radien verlegt werden muss (z. B. in Leerrohren, entlang von Fußleisten oder um Ecken).
  • Pigtails sind kurze Glasfaserkabel mit einem vormontiertem Stecker auf einer Seite. Das unbestückte Ende des Pigtails wird mit einer ankommenden Glasfaser durch Spleißen dauerhaft und verlustarm verbunden. Typische Einsatzorte sind Spleißboxen, Anschlussdosen, Compact Module und Hutschienenspleißverteiler.

Diese Kabeltypen kommen je nach Art der Verbindung in verschiedenen Netzwerk- und Telekommunikations-Szenarien zum Einsatz.
In modernen Kommunikationsnetzen werden viele Lichtwellenleiter gebündelt, um hohe Kapazitäten und stabile Signalübertragung zu erzielen.



Glasfaserkabel – Kompatibilität und Normen in der Praxis

Für reibungslose Projekte achte auf gängige Normen und Polaritäts-Konzepte.

  • Auf Faser-Ebene sind G.652.D (klassischer Singlemode) und G.657.A1/A2 (biegeunempfindlich, ideal für Inhouse/Drop) relevant.
  • Bei Multimode geben OM-Klassen (OM1-OM5) die Bandbreitenfenster vor. ISO/IEC 11801 und IEC 60793 definieren Performance und Prüfanforderungen.
  • In MPO/MTP-Umgebungen ist die Polarity (A/B/C) wichtig, damit Sende- und Empfangsfasern korrekt gemappt werden.
  • Für Gebäude gilt zusätzlich: Brandklasse (z. B. B2ca, Cca), Rauchentwicklung und Tropfenbildung müssen zur Nutzung passen, besonders bei Fluchtwegen und öffentlichen Gebäuden.
Brandschutzklassen für Kabel nach europäischer Norm mit Übersicht zu Brandbeitrag, Verlegeort, Rauchentwicklung, brennenden fallenden Teilen und Korrosität.

Glasfaserkabel finden auch Anwendung in Endoskopen und optischen Messgeräten – überall dort, wo präzise optische Signale benötigt werden.



Typische Fehler vermeiden – drei Minuten, die dir Stunden sparen

  • Innenkabel und Außenkabel verwechselt? → Achte auf UV-Beständigkeit und Nagetierschutz.
  • Biegeradius unterschritten? → Vermeide zu enge Radien – das erhöht die Dämpfung.
  • Schmutzige Ferrulen? → Reinige vor jedem Steckzyklus.
  • Falscher Schliff (APC/PC)? → Nie mischen – führt zu Signalverlust.
  • Vertauschte Duplex-Adern?Polarität prüfen.

Eine korrekte Spleißstelle und solider Spleißschutz gewährleisten langfristige Stabilität und Schutz vor mechanischen Einflüssen.



Welches Glasfaserkabel erfüllt deine Anforderungen?

Nachdem das LWL-Projekt geplant ist, geht es um die Ausprägung deiner Glasfaser-Verbindung: Welche Länge? Welche Ummantelung? Welche Stecker? Und ganz praktisch: Wie erfolgt die Anbindung an die Netzwerkkomponenten? In diesem Abschnitt führen wir dich durch die typischen Produktarten und ihre Eigenschaften, damit du beim Glasfaserkabel kaufen exakt das auswählst, was in deiner Umgebung funktioniert – ohne Over- oder Under-Engineering.



Verlegekabel: dauerhaft, normkonform und auf Umgebung abgestimmt

In Trassen, Schächten, Steigzonen oder bei der Etagen- und Gebäudeverkabelung kommen Verlegekabel zum Einsatz. Entscheidend sind Zugfestigkeit, Biegeradius, Brandklasse und – bei Außenverlegung, IP-Schutzklasse, UV-Stabilität und Nagetiere-Abwehr. Für Gebäude empfehlen sich halogenfreie, flammhemmende Kabel mit der passenden CPR-Klasse (z.B. B2ca/Cca), im Außenbereich je nach Umgebung gelfreie oder gelgefülte Varianten. In Innenräumen sorgen Mikro-Kabel und Mini-Breakout-Konstruktionen für elegante Führung auch in engen Kanälen.

Zum Schluss werden die Fasern des Verlegekabels entweder mit Pigtails in einer spleißfertig konfektionierten Spleißbox oder mit Fasern eines weiteren Verlegekabels in einem Durchgangsspleißverteiler gespleißt. Der Verteiler sorgt dabei für den Schutz des Kabels und der einzelnen Glasfasern.
Wir fertigen dir die passenden Glasfaser-Verteiler in Erftstadt – exakt so, wie du es im Projekt brauchst.



Patchkabel: flexibel, sofort einsatzbereit, ideal fürs Rack

Patchkabel (z.B. LC-LC, LC-SC) ermöglichen die Verbindung von aktiven Netzwerkkomponenten (wie Switches, Router oder Server) mit passiven Komponenten (wie Spleißboxen, Verteilerdosen oder Endgeräten) in Glasfasernetzen.

Ihre Hauptanwendungsbereiche sind:

  • Vernetzung in Rechenzentren und Serverräumen: Zum Verbinden von Servern, Switches, Storage-Systemen und Patchpanels.
  • Gebäudeverkabelung (LAN): Zur Anbindung von Endgeräten oder zur Verbindung von Etagenverteilern.
  • Verbindung von Kommunikationsgeräten: Zwischen Glasfasermodem (ONT/ONU) und Router im Heim- oder Büro-Netzwerk (FTTH - Fiber to the Home).
  • Test- und Messzwecke: Zum Anschließen von Messgeräten an Glasfaserstrecken.


Achte auf die Kabeldurchmesser für robustes Handling, biegeunempfindliche Fasern für enge Schrankführungen und auf saubere Beschriftung, um Verbindungen später nachvollziehen zu können. Für FTTH sind Simplex-Varianten (z.B. LC/APC-LC/APC) gängig, wenn nur ein optischer Pfad benötigt wird.



FTTx-/Drop-Kabel: schlank, biegeunempfindlich, anschlussnah

FTTx-Kabel oder Dropkabel werden verwendet, um die Glasfaser vom Hauptnetzwerk in ein Gebäude und zur finalen Anschlussdose zu führen. Dabei zählen insbesondere Platzersparnis und Ästhetik.

Ein Kabeldurchmesser von 2 mm und einen minimalen Biegeradius von nur 7 mm (Fasertyp G.657.A2) ermöglichen eine platzsparende Verlegung, was für deutlich robustere und fehlertolerantere Installationen sorgt. Dank des biegeunempfindlichen Fasertyps lässt sich die Faser z. B. problemlos um den Radius eines Bleistifts biegen und somit auch eng um Kanten führen, ohne nennenswerte Dämpfungsverluste oder Unterbrechungen der Lichtübertragung.
< Hinsichtlich der Ästhetik werden FTTx-Kabel mit einem weißen Außenmantel produziert und sind bei der Verlegung z.B. an Wänden kaum zu sehen.


Drop-Kabel sind mit LC- oder SC/APC-Steckern vorkonfektioniert und in unterschiedlichen Längen (z.B. 30 m, 40 m, 50 m …) erhältlich – perfekt für ONT/Anschlussdosen. Sie sind robust, gelfrei und in der Regel B2ca klassifiziert, wenn sie im Gebäude geführt werden. So schließt du das Glasfaser Internet Kabel sauber an, vom Hausübergabepunkt bis zum Router/ONT.



Pigtails & Glasfaserzubehör: der unsichtbare Qualitätsfaktor

Ein Pigtail ist ein kurzes Stück Glasfaserkabel, das nur an einem Ende mit einem Glasfaserstecker (wie LC, SC, FC oder ST) vorkonfektioniert ist. Mit vorkonfektionierten LC/SC-Pigtails spleißt du Panels und Spleißboxen zuverlässig an.

Die Qualität der Pigtails ist maßgebend für die Stabilität deiner Verbindungen. Daher bieten wir ausschließlich und bei APC-Pigtails interferometrisch geprüfte Produkte an und empfehlen dir eine korrekte Reinigung der Glasfasern. Eine verschmutze Ferrule kostet dich in Summe mehr dB als jede vermeintliche Überlänge. Plane daher immer ausreichend Reinigungsmittel und Prüfgeräte in deine Glasfaser-Grundausstattung mit ein, wie zum Beispiel ein handliches Glasfaser-Mikroskop.

Ergänzend brauchst du Kupplungen, Adapter, Werkzeuge, Spleißgeräte, Messgeräte, Dämpfungstester, Vorlauffasern und je nach Umgebung Muffen und Abzweiger.



Glasfaserkabel – vom FTTH-Anschluss bis zum Spine-Leaf-Backbone

Jedes Umfeld hat eigene Regeln, die im folgenden Teil erklärt werden

FTTH/Hausanschluss: sauber vom Übergabepunkt bis zum ONT

Bei FTTH liegt in der Regel Singlemode (OS2) vor. Am Hausübergabepunkt führt ein Drop-Kabel (z.B. G.657.A2, LC/APC) zur Anschlussdose; von dort geht es mit einem Simplex-Patchkabel weiter zum ONT/Router.

Entscheidend sind Biegeradien (um Türrahmen, Sockelleisten, Schränke) und saubere Stecker. Vermeide wilde Adapterketten, verwende konsequent denselben Schliff. Tipp: Plane 5–10 % Längenreserve, nutze Kennzeichnungen für eine saubere Dokumentation.

Wenn eine bestehende Kupferverkabelung weitergenutzt werden muss (FTTC/FTTB), erzielst du mit Medienkonvertern die Brücke: Optisch rein – elektrisch raus. Achte auf die SFP-Kompatibilität und die Betriebstemperaturen, wenn Geräte in engen Nischen laufen.

Glasfaserkabel für Rechenzentrum & Serverraum: hohe Dichte, definierte Polarity, einfache Wartung

Im Rechenzentrum überzeugt Multimode OM5 für kurze und schnelle Verbindungen in der Rack- und Row-Ebene. Für Spine-Leaf-Backbones und längere Routen können Singlemode OS2-Trunks sinnvoll sein, insbesondere wenn du hohe Bandbreiten (25/40/100G) und Reservekapazität für die Zukunft benötigst.

Achte bei Mehrfaserstecker MPO/MTP auf Polarity (A/B/C), Gender und Keying – Fehlplanungen sind hier teuer. Setze auf Bend-Insensitive-Kabel in 2,0 mm oder Uniboot-Designs, um Luftstrom und Dichte zu optimieren. Reinigung wird zum Prozess: Ein kurzer Inspect-Before-Connect-Schritt reduziert Ausfälle massiv. Und: Dokumentiere Ports, Längen, Klassen nicht in Excel-Inseln, sondern strukturiert, z.B. per Schrank-/Port-Plan.

Glasfaserkabel in der Industrie & Outdoor: robust, normkonform und servicefreundlich

In Hallen, an Maschinen oder im Außenbereich benötigen Glasfaserkabel einen mechanischen Schutz, UV-Beständigkeit und oft einen zusätzlichen Nagetierschutz. Gelgefülte Außenkabel verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit; Gelfreie Außenkabel weisen identische Eigenschaften auf, erleichtern aber die Handhabung und halten die Umgebung sauber. Achte auf Temperaturbereiche und Zugentlastungen, besonders wenn Kabel an beweglichen Maschinenteilen verlegt werden. Für Servicefälle wie Kabelreparaturen sind Muffen unerlässlich. Falls eine Glasfaserverbindung ausfällt, hilft ein Mietgerät, wie z.B. ein OTDR, Spleißgerät, aus unserem Mietpool, um die Fehlerquelle schnell zu lokalisieren und zu beheben (z.B. neuer Spleiß).

Campus & Unternehmensnetze: wirtschaftlich planen, skalierbar bleiben

Zwischen Gebäuden, über Höfe und Stockwerke hinweg ist OM4 die ausfallsichere, skalierbare Wahl. Plane redundante Wege, resiliente Trassen und genügend Fasern. Reserve kostet in der Bauphase wenig, rettet aber Projekte im Wachstum. In den Gebäuden selbst kannst du mit OM4 die Patch-Distanzen effizient abdecken. Der gesamte Datenverkehr wird dabei über das Singlemode-Backbone deines Providers (oder deines zentralen Core-Netzwerks) geführt.
Beschriftung, Dokumentation und einheitliche Schliffe (APC/PC) entlang der gesamten Kette – vom Backbone bis zum Endpunkt – sorgen für eine dämpfungsoptimierte Verbindung.



Warum Glasfaserkabel von BTS?

Du willst nicht nur Glasfaser kaufen, sondern ein Projekt zuverlässig zum Laufen bringen. Genau das ist unser Alltag seit 1999. In Erftstadt bei Köln bündeln wir Vertrieb, Logistik, Fertigung, Schulung und Beratung unter einem Dach. Das sorgt für Sicherheit in deiner Planung, hohe Verfügbarkeit und kurze Lieferzeiten.

Eigene Fertigung: Spleißboxen, Wandverteiler, Compact-Module, Hutschienenspleißverteiler

Wir fertigen Verteiler- und Anschlusskomponenten in deiner gewünschten Konfiguration: ob vollbestückt, teilbestückt, singlemode, multimode, hybrid, quad, duplex, simplex, gekreuzte Faserbelegung, Sonderanfertigung – auf deine Anforderungen abgestimmt. Dadurch sparst du Vorbereitungszeit vor Ort, reduzierst Fehlerquellen und bekommst eine fertige Lösung, die zu deinen Anforderungen passt. Wenn du spezielle Polarity-Vorgaben oder Spleiß-Layouts brauchst: Wir setzen es um – dokumentiert, nachvollziehbar, reproduzierbar.

Warum wir? 14 gute Gründe, warum du auf BTS setzen solltest.

Services, die Projekte möglich machen: Abtrommel-Service, Mietgeräte, Schulungen, Beratung

  • Abtrommel-Service: Viele unserer Glasfaserkabel sind als Meterware in deiner Wunschlänge erhältlich. Denn wir stellen dir das Kabel direkt so zur Verfügung, wie du es benötigst.
  • Mietgeräte-Pool: Miete dir unsere Spleißgeräte, OTDRs, Dämpfungsmesser genau dann, wenn du sie brauchst. Ideal für Peaks oder punktuelle Inbetriebnahmen.
  • Glasfaserschulungen: Praxisnah für Installateure. Von Grundlagen bis Troubleshooting – damit deine Mitarbeiter Fehler schnell erkennen und beheben.
  • Persönliche Beratung: telefonisch, online oder bei uns vor Ort. Unser Team aus über 12 Sales Managern spricht deine Sprache – lösungsorientiert, ohne Buzzwords.


Fazit – das passende Glasfaserkabel ist kein Zufall

Die Wahl hängt von Umgebung, Bandbreite, Art der Verbindung und Entfernung ab.
Singlemode für weite Strecken, Multimode für kurze.
LC/SC mit PC/APC-Schliff, passende Kabeltypen und Zubehör sorgen für Verbindungssicherheit.
Mit unserer Expertise erhältst du langlebige, saubere und normgerechte Lösungen – inklusive Spleißschutz und professioneller Dokumentation.



Glasfaserkabel kaufen – häufige Fragen aus der Praxis


Worin liegt der Unterschied zwischen Singlemode (OS2) und Multimode (OM3/OM4/OM5)?
Singlemode/OS2 hat einen kleinen Kern (9/125 µm), sehr geringe Dämpfung und eignet sich für lange Strecken und höchste Datenraten. Ideal für Campus-, Backbone- und FTTx-Strecken. Multimode (OM3/OM4/OM5) hat einen größeren Kern (50/125 oder 60/125 µm), ist für kurze bis mittlere Distanzen ausgelegt und wirtschaftlich, wenn du mit hohen Datenraten patchst.


Welche Steckertypen brauche ich – LC, SC oder ST? Und PC vs. APC?
In aktuellen Installationen ist LC (kompakt, hochdicht) Standard; SC ist verbreitet in Enterprise/FTTx; ST in alten Netzwerken und noch stark verbreitet in der Industrie.
PC (gerader Schliff) ist üblich bei Multimode und manchen Singlemode-Netzwerken; APC (8/9°-Schliff) minimiert Rückflussdämpfung und ist bei Singlemode, etwa FTTH, erste Wahl. Unterschiedliche Schliffe dürfen nicht miteinander verbunden werden.


Ich brauche ein Glasfaser-Internet Kabel für einen Hausanschluss – Was ist wichtig?
Setze auf OS2 Singlemode mit LC/- oder SC/APC-Steckern sowie G.657.A2-Fasern (biegeunempfindlich). Drop-Kabel in passenden Längen verbinden Hausübergabepunkt, Anschlussdose und ONT. Achte auf Biegeradien, saubere Stecker und eine konsistente APC-Kette.


Kann ich Glasfaserkabel verlängern oder reparieren?
Verlängern: Ein Kabel lässt sich verlängern, indem du die Fasern mit weiteren ankommenden Fasern verspleißt. Für einen ausreichenden Schutz solltest du hierzu einen Durchgangsspleißverteiler verwenden.

Reparieren: Die grundlegende Voraussetzung für eine Reparatur ist idealerweise ausreichende Reservelängen. Die Fasern des Kabels können an der kaputten Stelle wieder verspleißt werden. Hierfür sind Muffen geeignet, vor allem, wenn sich die Verbindung unter der Erde befindet.

Für die Messung des verlängerten oder reparierten LWL Kabels verwendest du ein OTDR, welches du bei unseren Mietgeräten findest.


Welche Brandschutz- und Umgebungsanforderungen gelten in Gebäuden?
Je nach Nutzung brauchst du halogenfreie, flammhemmende Kabel mit passender CPR-Klasse (z. B. B2ca/Cca). In Außenbereichen sind UV-Beständigkeit, IP-Schutzklasse und ggf. Nagetiere-Schutz entscheidend. Wir beraten dich gerne zur Normenlage (z.B. ISO/IEC 11801, IEC 60793) und zur Kabelwahl.


Wie wähle ich die richtige Länge und darf ich Kabel kürzen?
Bestelle so exakt wie möglich, mit 5–10 % Reserve für eine saubere Kabelführung und kleine Kabelschleifen (Service-Reserve). Diese Reserve ist wichtig, um bei späteren Servicearbeiten oder Reparaturen genügend Spielraum zu haben, ohne das gesamte Kabel austauschen zu müssen.
Ein Kürzen von konfektionierten Kabeln ist nicht empfehlenswert. Du würdest dadurch an den Enden die vorkonfektionierten Stecker abtrennen und müsstest die Faser neu spleißen, um eine Verbindung herzustellen. Dies würde den eigentlichen Sinn und Zweck eines vorkonfektionierten Kabels negieren.


Welche Übertragungsdistanzen sind mit Glasfaserkabeln möglich?
Das hängt von Fasertyp und Anwendung ab: Multimode-OM1 schafft wenige 100 m bei 1 Gbit/s, OM4 bis 400 m bei 10 Gbit/s und OM5 bis 150 m bei 100 Gbit/s. Singlemode-OS2 ermöglicht dagegen Verbindungen von mehreren Kilometern bis über 100 km mit geeigneter Technik.


Wie empfindlich sind Glasfaserkabel gegen Biegen und Knicken?
Standardfasern erfordern große Biegeradien, da zu enge Radien Dämpfung oder sogar Brüche verursachen können. Moderne Kabel mit G.657.A2-Fasern sind biegeunempfindlich und erlauben engere Verlegung, etwa in Gebäuden oder FTTH-Installationen. Trotzdem gilt: Knicke vermeiden, Radien einhalten.


Wie reinige und pflege ich Glasfaserstecker?
Saubere Steckerstirnflächen sind entscheidend. Nutze dafür spezielle Reinigungstücher, One-Click-Cleaner und spezielle chemische Reiniger. Niemals trocken mit dem Finger abwischen. Schon kleinste Staubpartikel erhöhen die Dämpfung oder beschädigen die Faser. Mehr Infos zur LWL-Kabel-Reinigung findest du hier.


Sind Glasfaserkabel elektrisch leitfähig?
Nein, Glasfasern übertragen ausschließlich Lichtsignale. Dadurch sind sie immun gegen elektromagnetische Störungen und sicher in Bereichen, wo elektrische Leitfähigkeit ein Risiko wäre (z.B. Industrieanlagen).


Was ist der Unterschied zwischen Indoor- und Outdoorkabeln?
Indoorkabel sind halogenfrei, flexibel und für Gebäudeverlegung gedacht. Outdoorkabel sind zusätzlich UV-beständig, weisen eine IP-Schutzklasse auf und sind somit z.B. wasserdicht (gelgefültt/gelfrei) und oft mit Nagetierschutz ausgestattet – geeignet für die Verleguzng im Erdreich oder zur Außenmontage.


Kann ich Glasfaserkabel selbst spleißen?
Das Spleißen von Glasfasern erfordert Fachwissen und passendes Equipment, insbesondere das Spleißgerät. Für kleinere Projekte lohnen sich vorkonfektionierte Kabel. Bei größeren Installationen empfiehlt sich das Spleißen. Wir bieten dafür auch passende Glasfaser Schulungen und Mietgeräte an.


Welche Normen und Standards sollte ich kennen?
Wichtige Normen sind ISO/IEC 11801 (Strukturierte Verkabelung), IEC 60793 (Fasertypen) und die EU-CPR-Verordnung für Brandschutz. Sie regeln Aufbau, Leistung und Sicherheit von Glasfaserkabeln. Für Projekte in sensiblen Bereichen sind oft konkrete Vorgaben vorgeschrieben.


Wie unterscheiden sich vorkonfektionierte Kabel von Verlegekabeln?
Vorkonfektionierte LWL Kabel sind fertig konfektioniert, sofort einsetzbar und flexibel. Verlegekabel sind für die feste Installation in Böden, Rohren oder Kanälen gedacht und haben keine Stecker. Sie werden auf Verteiler oder Dosen aufgelegt und erfordern Spleißarbeiten.


Wie gehe ich vor, wenn mein Steckertyp nicht zur bestehenden Verkabelung passt (LC auf SC)? Kupplung und Patchkabel zwischenschalten: Die schnellste und einfachste Methode ist der Einsatz einer Kupplung und ein Patchkabel (LC auf SC). So kannst du die Verbindung schnell herstellen, was jedoch zu einer zusätzlichen hohen Dämpfung in der Strecke führt.

Neu Spleißen: Die präzisere Methode ist das Spleißen. Dazu schneidest du den nicht passenden Stecker ab und verspleißt das Kabel mit einem Pigtail oder einem Patchkabel. Diese Methode bietet die geringste Dämpfung und somit die beste Performance.

Unsere BTS®-Patchkabel sind besonders für ein einfaches Spleißen geeignet: Dank der Beschichtung Semi-Tight-Buffer (STB) lässt sich das Coating sauber und schnell absetzen, ohne die Faser zu beschädigen.

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